Rücksicht im Garten: Igel und Insekten schützen

Mit dem Beginn der Gartensaison zieht es viele Menschen wieder nach draußen. Rasenflächen werden gepflegt, Beete vorbereitet und der Garten auf Vordermann gebracht. Dabei lassen sich mit wenigen, unkomplizierten Anpassungen auch die Bedürfnisse heimischer Tiere gut berücksichtigen – ohne auf Ordnung und Komfort verzichten zu müssen.

Ein wichtiger Aspekt ist der Einsatz von Mährobotern. Es empfiehlt sich, diese vor allem tagsüber fahren zu lassen – idealerweise etwa ab einer Stunde nach Sonnenaufgang bis spätestens eine Stunde vor Sonnenuntergang. So lässt sich das Risiko verringern, dämmerungs- und nachtaktive Tiere wie Igel zu gefährden, die sich in den Abend- und Nachtstunden im Garten aufhalten.

Auch ein Blick auf die rechtlichen Rahmenbedingungen zeigt die Bedeutung eines achtsamen Umgangs: Der Igel gehört zu den besonders geschützten Arten. Daher ist es wichtig, Beeinträchtigungen – etwa durch ungeeignete Einsatzzeiten von Gartengeräten – zu verhindern. Schon kleine Anpassungen, wie angepasste Mähzeiten, können hier einen hilfreichen Beitrag leisten.

Darüber hinaus lohnt es sich, bei der Frühjahrsarbeit etwas Geduld walten zu lassen. Viele Insekten nutzen abgestorbene Pflanzenreste, hohle Stängel oder Laub als Winterquartier. Wenn diese Strukturen etwas länger im Garten verbleiben, können sich die Tiere in Ruhe entwickeln und ihren natürlichen Kreislauf fortsetzen.

Auch für Igel sind naturnahe Rückzugsorte wichtig. Laubhaufen bieten ihnen im Winter geschützte Plätze. Es kann daher sinnvoll sein, im Herbst an einigen Stellen Laub liegenzulassen und diese Bereiche erst gegen Ende März vorsichtig zu entfernen. Zu diesem Zeitpunkt haben die Tiere ihre Winterschlaf in der Regel beendet.
Ein gepflegter Garten und der Schutz der Natur schließen sich nicht aus. Mit kleinen, leicht umsetzbaren Maßnahmen lässt sich beides gut miteinander verbinden – und der eigene Garten bleibt ein angenehmer Ort für Mensch und Tier gleichermaßen.