Eine Bürgerinitiative klagt gegen die Deutsche Bahn. Nun nimmt sich sogar Bundestagsabgeordneter Daniel Kölbl der Sache an: Das betroffene Gebiet ist bauplanungsrechtlich als Mischgebiet ausgewiesen, faktisch jedoch ein allgemeines Wohngebiet. Dass die Strecke der Deutschen Bahn an den betroffenen Grundstücken liegt, hat bis jetzt nie zu Problemen geführt.
Bereits jetzt sind die Züge, die an den Grundstücken der AnwohnerInnen Am Birkenwäldchen vorbeifahren, eine Belastung. Der bisherige Lärmschutzwall ist Anfang der 80er-Jahre erbaut, dies war eine der Auflagen zur wohnlichen Bebauung an der Bahnstrecke. Mittlerweile ist diese abgesackt und bietet nur noch bedingten Lärmschutz. Die Deutsche Bahn baut acht neue Lärmschutzwände, eine entscheidende Lärmschutzwand reicht laut AnwohnerInnen jedoch in der Länge nicht aus. „Die Bahn erachtet eine Lärmschutzwand die sie nach eigener Angabe ca. 350.000, - Euro mehr kosten würde, bei einem Bauvoraben welches weit über 100 Millionen Euro kosten wird als unverhältnismäßig“ berichtet Jens Dose, Anwohner Am Birkenwäldchen und Mitglied der Bürgerinitiative.
Bürgermeister Krohn und die AnwohnerInnen sind sich unterdes einig, dass das Bauvorhaben insgesamt begrüßt wird. „Wir freuen uns über die gute Anbindung unserer Gemeinde! Es gibt kein Bestreben das Projekt zu verhindern, jedoch braucht es Anwohnerschutz“, so der Bürgermeister. „Es wird sich seitens der Deutschen Bahn um die AnwohnerInnen nicht gekümmert“, ergänzt die Anwohnerin Julia Huber. Anstatt sich um Lärmschutz zu bemühen, würde der Rechtsweg bevorzugt. Die AnwohnerInnen haben Sammelklage vor dem Schleswig-Holsteinischen Oberverwaltungsgericht eingereicht. Die Deutsche Bahn sieht die juristische Zuständigkeit hingegen in Hamburg. Dies zieht den Prozess in die Länge, obwohl sich die AnwohnerInnen nichts mehr wünschen als eine einvernehmliche Lösung.
Herr Kölbl hat sich am heutigen Tage Zeit genommen und ist den AnwohnerInnen mit sehr viel Verständnis begegnet. „Als Mitglied des Verkehrsausschusses werde ich zeitnah den Dialog mit der Deutschen Bahn suchen und mich dafür stark machen, die bereits geplante Lärmschutzwand bis zur Lübzer Straße zu verlängern, um die AnwohnerInnen zu berücksichtigen.“
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